Ehrungen des SV Löffelsterz
   

Chronik des Sportvereins
"Blauweiß"Löffelsterz e.V.

Der SV „Blauweiß“ Löffelsterz kann im Jahre 2007 auf sein 60-jähriges Bestehen zurückblicken. Der Sportverein wurde mit der Zielsetzung gegründet, der Dorfjugend Gelegenheit zu sportlicher Betätigung zu geben und das gesellschaftliche Leben innerhalb der Dorfgemeinschaft zu unterstützen. Diese Ziele sind auch heute noch gültig, auch wenn das sportliche Angebot vielfältiger geworden ist und sich das Gemeinschaftsbewußtsein in einer pluralistischen Gesellschaftsordnung stark gewandelt hat.
1) Die Vereinsgründung:
Am 15. März 1947 versammelte sich auf Initiative von Ludwig Biegner die männliche Jugend des Dorfes in der Gastwirtschaft „Zum Hirschen“ zur Gründung eines Sportvereins, dem sie den Namen „Sportverein Blauweiß Löffelsterz“ gaben.
Von den 28 Gründungsmitgliedern hielten dem Sportverein folgende Personen 60 Jahre lang die Treue:
Biegner Ludwig, Rückert Erich, Schmitt Gerhard, Selsam Herbert, Stula Herbert, Suhl Eduard, Suhl Josef und Vollert Wilhelm.
Die weiteren Gründungsmitglieder waren:
Albert Hermann, Barth Erwin, Barth Ludwig, Barth Manfred, Bohner Stefan, Hartling Alfons, Hartling Gregor, Helmerich Adolf, Kaiser Hermann, Mai Vitus, Mosdzin Willi, Schleyer Alfons, Schleyer Ludwig, Schleyer Raimund, Schmitt Leo, Spath Gustav, Strothmann Dietrich, Suhl Ludwig, Ott Lothar und Vollert Josef.
Es wurde ein Vereinsausschuss gebildet. Als Aufnahmegebühr mussten 3 Reichsmark und als Monatsbeitrag 0.50 RM entrichtet werden.
2) Die Vereinsführung:
Die Vorstandschaft setzte sich in den Jahren wie folgt zusammen:
1. Vorsitzender:
1947 - 1948 Hermann Albert, 1948 - 1973 Ludwig Biegner, 1973 - 1976 Werner Ort, 1976 - 1989 Johannes Hein,
1989 - 2001 Helmut Schmitt , 2001 - 2005 Katharina Lösch, seit 2005 Udo Schröder
2. Vorsitzender:
1947 - 1948 Raimund Schleyer , 1948 - 1950 Alfons Hartling , 1950 - 1954 Gerhard Schmitt , 1954 - 1958 Josef Brünner, 1958 - 1962 Armin Endres,
1962 - 1963 Günther Benno , 1963 - 1965 Herbert Selsam, 1967 - 1983 Artur Memmel, 1983 - 1989 Helmut Schmitt, 1989 - 1993 Hugo Weger
1993 - 2007 Günther Ernst, seit 2007 Katharina Lösch
3. Vorsitzender/Kassier:
1947 - 1952 Manfred Barth, 1952 - 1979 Theo Spath, 1979 - 1989 Ewald Pfaab, seit1989 - Johannes Hein
Schriftführer:
1947 - 1948 Erich Rückert, 1948 - 1950 Otto Eberhardt, 1950 - 1961 Erich Rückert, 1961 - 1962 Hans Everding, 1962 - 1968 Erich Rückert,
1968 - 1979 Ewald Pfaab, 1979 - 1993 Joachim Suhl, 1993 - 2005 Andrea Hümpfer, seit 2005 Nicole Hümpfer
3) Die Vereinsmitglieder: 1947 28 Mitglieder, 1972 83 Mitglieder (25 Jahre), 1980 135 Mitglieder , 1987 217 Mitglieder (40 Jahre)
1992 297 Mitglieder (45 Jahre), 1997 320 Mitglieder (50 Jahre), 2007 328 Mitglieder (60 Jahre)
Ludwig Biegner übte das Amt des 1. Vorsitzende 25 Jahre lang aus und erhielt dafür die Auszeichnung “Ehrenvorsitzender“. Aufgrund besonderer Verdienste wurden Herbert Stula, Lothar Ott (+2006), Gustav Brünner, Artur Memmel und Josef Brünner (+1996) zu Ehrenmitgliedern, Herbert Selsam zum Ehrenspielführer ernannt.
4) Die Vereinsanlagen:
Als erster Sportplatz diente eine von der Gemeinde zur Verfügung gestellte Schafweide am „Rödner-See“ unweit der Straße nach Reichmannshausen. Er wurde im Jahre 1951 so hergerichtet und vergrößert, dass ein den Bedingungen entsprechender Sportplatz entstand. Dieser Platz war zwar sehr idyllisch im Wald gelegen und fast bei jeder Witterung bespielbar, jedoch relativ weit vom Dorf entfernt. Eine einfache Holzhütte diente als Unterstellplatz für Geräte. Umkleide- und Waschräume konnte der Sportverein erst 1970 durch Eigenleistungen der Vereinsmitglieder im Vereinslokal „Zum Hirschen“ erstellen - eine akzeptable Übergangs-, aber keine Dauerlösung!
Der Sportverein bemühte sich ab 1977 um eine günstigere Sportanlage in Ortsnähe. Der damals noch selbständigen Gemeinde, mit Bürgermeister Ludwig Biegner an der Spitze, wurde im Rahmen der Flurbereinigung ein Grundstück am Ebertshäuser Weg zugeteilt. Da für die Baumaßnahmen Zuschüsse zu beantragen waren, erfolgte auf Initiative des damaligen 1. Vorsitzenden Johannes Hein die Eintragung des Vereins beim Amtsgericht Schweinfurt am 30. März 1979.
In den Jahren 1980 bis 1982 wurde die Anlage mit Hilfe der US-Armee und durch Eigenleistungen der Vereinsmitglieder hergerichtet. Im Mai 1985 konnte das Sportgelände seiner Bestimmung übergeben werden. Es besteht aus einem großen Fußballfeld, einem Kleinfeld und zwei Korbball-Spielfeldern. Eine kleine Hütte wurde für die notwendigsten Utensilien errichtet.
Das neue Sportgelände am Ebertshäuser Weg bot genügend Platz für ein geräumiges Sportheim. Doch bis der Bau in seiner heutigen Form seiner Bestimmung übergeben werden konnte, gab es viele Hindernisse zu überwinden. Es wurden Pläne entworfen, die von der Erstellung sanitärer Anlagen bis zur Mehrzweckhalle und Großturnhalle reichten.
Das größte Projekt in der Vereinsgeschichte, Bau eines Sportheims und Flutlichtanlage, wurde auf Initiative und Leitung des damaligen 2. Vorsitzenden Helmut Schmitt am 6.1.1984 begonnen, wobei auch große Anerkennung Hugo Weger als Planer und Rudi Karg als Bauleiter, stellvertretend für alle Mitwirkenden, gebührt.
So lesen sich die wichtigsten Daten der Bau-Chronologie:
18.03.1977 Plan für eine Mehrzweckhalle aus Gasbetonsteinen
und Nagelbindern mit Anbau sanitärer Anlagen an den Kosten gescheitert!
16.04.1977 Kauf einer gebrauchten Bundeswehrhalle; längere Lagerzeit; Veräußerung, da die Behörden die Erstellung ablehnten!

17.11.1979 Bauplan für eine Sporthalle, von der Gemeinde genehmigt, vom Landratsamt Veränderungen gefordert - kam nicht zum Tragen!
06.01.1984 Beschluss, Sportheim mit Umkleideräumen und sanitären Anlagen zu bauen, aber Zuschussantrag auf Grund einer Antragssperre abgelehnt! Errichtung einer Großturnhalle für die „obere Region“ der Gemeinde Schonungen - von der Gemeinde abgelehnt!
1986 Erstellung eines Antrags auf Baugenehmigung, Mai 1987 Genehmigung der Baumaßnahme
14.04.1988 Baubeginn
10.09.1988 Richtfest

Über 23.000 freiwillige Arbeitsstunden wurden von den Vereinsmitgliedern geleistet.
Febr. 1990 Faschingssitzungen erstmals im neuen Sportheim
März 1990 Erstellung einer Flutlichtanlage
30.5.1991 Einweihung des Sportheims; seitdem Bewirtschaftung durch Vereinsmitglieder!
1998 - 2001 Sportgelände eingeebnet und auf eine einheitliche Höhe gebracht.
2002 Fertigstellung der 2 neuen Korbballfelder und des Trainingsgeländes.
Das Sportheim des SV Blauweiß Löffelsterz ist ein Gemeinschaftswerk aller Mitglieder, welches ein vielfältiges Betätigungsfeld für zukünftige Generationen bietet.
Es kommt in erster Linie den sportlichen Aktivitäten zugute, ermöglicht ebenso kulturelle Veranstaltungen und soll eine Stätte der Begegnung für alle Löffelsterzer sein, in der Gastfreundschaft und Herzlichkeit für jedermann oberstes Gebot ist.
Der Sportverein Löffelsterz kann mit Recht stolz auf seine Sportanlagen sein. Der Dank gilt allen Organisatoren, Spendern und Helfern.
5) Die sportliche Entwicklung
Die Fußball-Chronik:
Der Aufbau einer Fußballmannschaft war das erste Ziel nach der Vereinsgründung.
Die Gründungsmannschaft bestand aus:
Dietrich Strothmann, Josef Vollert, Willi Mosdzin, Gregor Hartling, Eduard Suhl, Vitus Mai, Erwin Barth, Alfons Hartling, Gerhard Schmitt, Ludwig Biegner, Herbert Stula.
Ihr erstes Spiel trug die Mannschaft am 15. April 1947 in Hesselbach aus und verlor mit 3 : 6. Damals marschierten die Spieler zu Fuß in die Nachbargemeinden, begleitet von Josef Suhl mit seiner Ziehharmonika. Das war beispielhafte Kameradschaft und Begeisterung! Die erste Sportkleidung war ein weißes Unterhemd und irgendeine Sporthose.
Die erste ordentliche Sportkleidung beschaffte man sich durch ein Tauschgeschäft: Trikot gegen gesammeltes Fett, Hosen gegen Stoff. Den ersten Ball hatte Ludwig Biegner als Soldat beschafft und daheim gelassen.
So liest sich die Geschichte der 1. Fußballmannschaft:
1949/50 1. Teilnahme an Verbandsspielen in der C-Klasse Hassgau: (drittletzter Platz!) 1953/542. Platz mit genau 100 erzielten Toren (davon Herbert Stula 56 Tore) 1956/57 1. Meisterschaft zum 10-jährigen Bestehen des Vereins, 1958/59 Abstieg aus der B-Klasse, 1960/61 2. Meisterschaft in der C-Klasse mit 40 : 4 Punkten, 112 : 25 Toren
1961/62 Entscheidungsspiel um die Meisterschaft der B-Klasse Hofheim (als Aufsteiger!) mit 1 : 2 gegen Goßmannsdorf verloren
1966/67 Abstieg aus der B-Klasse (nach 6 Jahren Zugehörigkeit)
1967/68 3. Meisterschaft und Aufstieg in die B-Klasse; nur 2 Jahre behauptet!
Von 1970 - 1975 spielte die erste Mannschaft in der C-Klasse Hofheim,
Seit 1975 in der C-Klasse Schweinfurt, überwiegend mit durchschnitt- lichem Erfolg und mittelmäßigen Platzierungen.
Der SV Blauweiß Löffelsterz hatte in den vergangenen Jahren viele gute Fußballspieler in seinen Reihen. Eine mit Pokalen und Souvenirs üppig gefüllte Glasvitrine im Sportheim zeugt von unzähligen Erfolgen der Fußballmannschaften. Die alljährlichen Pokalturniere sind vom Großgemeindepokal abgelöst worden, der abwechselnd in den verschiedenen Ortsteilen der Gemeinde Schonungen stattfindet (seit der Eingemeindung 1978). Ein Kurzbesuch des FC Bayern München anlässlich des Pfarrfestes 1970 in Löffelsterz auf Initiative des Sportvereins Blauweiß zurückgehend soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben.
Jugend- und Schülermannschaften: Die geringe Einwohnerzahl von Löffelsterz erlaubte es nicht oft, eigene Jugend- und Schülermannschaften am Spielbetrieb teilnehmen zu lassen. Dennoch erreichte bereits im Jahre 1950 (!) eine reine Löffelsterzer Jugendmannschaft ein Entscheidungsspiel um die Hassgau-Meisterschaft gegen Rügheim.
Um die Nachwuchsarbeit nicht ganz zu vernachlässigen, wurden in den folgenden Jahren verschiedene Spielgemeinschaften mit Nachbarorten gebildet. Die SG Reichmannshausen/Löffelsterz errang 1968/69 die Gruppenmeisterschaft. 1970/71 bestand wieder eine reine Löffelsterzer Jugendmannschaft. Eine Schüler-Spielgemeinschaft mit dem FC Bavaria Marktsteinach erzielte 1967 einen herausragenden Erfolg, als sie erst durch Losentscheid (!) die Gruppenmeisterschaft gegen Unterspießheim verpasste.
Eine eigenständige Schülermannschaft konnte 1978 gebildet werden. Seitdem wird im Sportverein intensive Jugendarbeit getrieben. Seit 1979 bestehen teils eigenständige Mannschaften, teils Spielgemeinschaften mit Nachbarvereinen, die auf Großfeld oder Kleinfeld in den verschiedenen Jugend- und Schülermannschaften zusammenspielen.
Gute Platzierungen gab es schon genügend; hervorzuheben ist die Meisterschaft der E-Jugend 1984 mit SG Hausen/Löffelsterz und ein erster Platz der A-Jugend 1995 mit der SG Abersfeld, sowie die Meisterschaft der U13 2004/2005 mit der SG Marktsteinach. Wichtigstes Ziel des Vereins in der Nachwuchsarbeit ist, den fußballbegeisterten Jungen Freude an ihrem Spiel zu vermitteln und sie nach besten Kräften zu fördern.
Im Schüler- und Jugendbereich gibt es in den unterschiedlichen Altersstufen in den letzten Jahren zumeist Spielgemeinschaften mit den Nachbarvereinen. Gerade die Nachwuchsarbeit ist für das Fortbestehen des Fußballspielens in den Gemeinden äußerst wichtig.
Die Abteilung Fußball SG Löffelsterz/Reichmannshausen
Zu Beginn des Jahres 1997 trafen sich Verantwortliche des SV Reichmannshausen und des SV BW Löffelsterz, um über eine Fusion der Fußballabteilungen zu diskutieren. Anlass waren die personellen Engpässe mit dem Ziel, eine schlagkräftige Mannschaft aufzubauen. Trotz einiger kritischer Stimmen waren die Befürworter der Fusion letztlich in der Überzahl: Besser gemeinsam Fußball spielen als überhaupt nicht mehr! Am 26. Januar 1997 gründeten Mitglieder beider Stammvereine die „SG Löffelsterz/Reichmannshausen e.V.“ Die erste Vereinsführung setzte sich wie folgt zusammen:
1. Vorsitzender Helmut Schmitt, 2. Vorsitzender Herbert Saal, Kassier Johannes Hein, Schriftführer Rainer Räth
Abteilungsleiter Stefan Hagen und Daniel Ott
Das neue Team spielte unter Trainer Edwin Seis, Röthlein, in der Saison 1997/98 in der damaligen Kreisklasse Hofheim, womit die Löffelsterzer Spieler sogar aufgestiegen waren. Trotz einiger Abstiegssorgen wurde die B-Klasse gehalten, doch in der Saison 1998/99 war der Abstieg in die C-Klasse unvermeidlich. Doch nun wurden auswärts spielende Eigengewächse zurück geholt, und unter dem neuen Spielertrainer Rainer Hofmann 1999/2000 die Meisterschaft errungen und der damit verbundene Wiederaufstieg geschafft. Der erste Gewinn des Großgemeinde-Pokals rundete diese erfolgreiche Saison ab. 2000/2001 wurde die Mannschaft unter dem neuen Spielertrainer Stefan Schmitt ihrer Rolle als „Geheimfavorit“ gerecht und schaffte mit der Meisterschaft in der Kreisklasse Hofheim den Aufstieg in die Kreisliga, die zünftig gefeiert wurde. In der ersten Kreisliga-Saison 2001/2002 belegte man am Ende Platz 10 mit 34 Punkten. Der Großgemeinde-Pokal wurde zum zweiten Mal errungen. 2002/2003 wurde die Klasse nach einem harten Abstiegskampf mit Platz 11 und 33 Punkten gehalten. 2003/2004 belegte die Mannschaft am Ende Platz 9 mit 35 Punkten.
Die 4. Kreisliga-Saison 2004/2005 war die erfolgreichste. Jürgen Hein, ein „echter Löffelsterzer Bub“, der vorher schon bei Bayern München Amateure, FC 05 Schweinfurt und beim Bayernligisten TSV Großbardorf gespielt hatte, verstärkte die SG. Nicht zuletzt wegen seiner 28 Tore belegte die Mannschaft einen hervorragenden 6. Platz mit 45 Punkten. Diese tolle Saison wurde mit dem 3. Gewinn des Großgemeinde-Pokals „gekrönt“.
Doch in der Saison 2005/2006 gab es nach der Rückkehr von Jürgen Hein zum TSV Großbardorf große Probleme, so dass der Abstieg (Platz 14 mit nur 23 Punkten!) in die Kreisklasse nicht zu vermeiden war. Der Weggang von Trainer Stefan Schmitt zur DJK Abersfeld und andere Spielerwechsel brachten in der Saison 2006/2007 die Mannschaft zeitweise in große Abstiegsnöte. Erst der Wechsel vom überforderten Spielertrainer Daniel Häfner in der Winterpause zum neuen Coach Eberhard Fröhling führte schließlich dank einer überragenden Rückrunde zum Klassenerhalt (10. Platz mit 34 Punkten). Außerdem wurde in diesem Jubiläumsjahr 2007 zum 4. Mal der Großgemeinde-Pokal gewonnen.
10 Jahre SG Löffelsterz/Reichmannshausen sind vergangen. Die Spielgemeinschaft hat sich in jeder Hinsicht bewährt, sei es im sportlichen oder im gesellschaftlichen Bereich. Dies soll auch in Zukunft im Schüler- und Jugendbereich noch intensiver geschehen. Am Ende dieser Saison sind 10 „SG-Jahre“ vergangen. Hier etwas Statistik. Am meisten Spiele haben absolviert:
1. Mannschaft:
Stefan Memmel: 288 Spiele, Thomas Ott: 277 Spiele, Thomas Memmel: 237 Spiele, Rene Biegner: 159 Spiele, Benjamin Lösch: 142 Spiele
Rückblickend lässt sich auf jeden Fall folgendes feststellen. Ein deutliches zusammenwachsen gesellschaftlicher und menschlicher Weise beider Dörfer Löffelsterz und Reichmannshausen und viele neue Freund- und Bekanntschaften weit über den Fußballsport hinaus.
Funktionäre SG Löffelsterz/Reichmannshausen der letzten 10 Jahre:
1. Vorsitzender: 1997 - 1999 Helmut Schmitt, 1999 - 2001 Herbert Saal, 2001 - 2005 Udo Strache, 2005 - Randolf Popp
2. Vorsitzender: 1997 - 1999 Herbert Saal , 1999 - 2005 Werner Ort, 2005 - Dietmar Ott
3. Vorsitzender/Kassier: 1997-2005 Johannes Hein, 2005 - Stefan Hagen
Schriftführer: 1997 - 1999 Rainer Räth, 1999 - 2005 Stefan Hagen, 2005 - Thomas Memmel
Abteilungsleiter: 1997 - 1999 Stefan Hagen, 1999 - Rainer Räth
Die Abteilung Tischtennis des SV Löffelsterz
Seit 1970 wurde im Verein Tischtennis lediglich als Freizeitsport betrieben. Am 17. Oktober 2001 fand die Gründungsversammlung für eine Abteilung „Tischtennis“ statt, bei der die Vorstandschaft des SV Löffelsterz 1. Vors. Katharina Lösch, 2. Vorsitz. Günther Ernst, Kassier Johannes Hein, Schriftf. Andrea Hümpfer sowie die Spieler Helmut Proksch, Franz Deppisch, Stefan Hagen und Helmut Suhl anwesend waren. Zum Abteilungsleiter wurde Helmut Proksch gewählt und eine aktiv am Spielbetrieb teilnehmende Mannschaft gemeldet.
Zu diesem Zeitpunkt waren folgende Spieler bei anderen Vereinen aktiv:
Franz Deppisch, Helmut Proksch, Jürgen Selsam, Helmut Suhl, Stefan Hagen, Manfred Barth ( DJK Marktsteinach), Christian Hartling,(DJK Mainberg/Schonungen) die aus diesem Anlass alle nach Löffelsterz wechselten.
Die erste Saison 2002/2003 beendete die als Favorit in die unterste Spielklasse (4. Kreisliga) eingestufte Mannschaft, souverän als Meister mit 28:0 Punkten und stieg in die 3. Kreisliga auf. Dort war sie Geheimfavorit für die Saison 2003/2004, doch am Ende fehlte 1 Punkt, um in die 2. Kreisliga durchzumarschieren.
Bester Paarkreuzspieler war damals Jürgen Selsam (Bilanz 26:5). Auch 2004/2005 scheiterte das Team knapp. Die Abteilung bekam auch „Zuwachs“: Michael Weidl, Thorsten Albert, Bernd Neubauer und Volker Wagenhäuser. In der Saison 2005/2006 konnten 2 Mannschaften gemeldet werden: Die erste Mannschaft in der 3. Kreisliga Ost, die zweite Mannschaft in der Kreisliga Süd.
Die 1. Mannschaft scheiterte am Ende denkbar knapp im Relegationsspiel beim TSV Gochsheim II, stieg jedoch nach Umgruppierungen in den höheren Klassen dennoch in die 2. Kreisliga auf. Doch wurde es in der Saison 2006/2007 nur ein einjähriges Gastspiel, denn die 1. Mannschaft stieg als Vorletzter wieder ab. Die 2. Mannschaft beendete ihre Saison als erfreulicher Dritter.
Zum Schluss seien die Spieler mit den häufigsten Einsätzen genannt:
Helmut Proksch (147 Sp.), Helmut Suhl (118 Sp.), Jürgen Selsam (143 Sp.), Stefan Hagen (113 Sp.), Franz Deppisch (137 Sp.) und Volker Wagenhäuser (116 Sp.).
Die Abteilung Korbball des SV Löffelsterz
Als am 19. 11. 1979 das damalige Vereinsmitglied Renate Meth in einer Versammlung die Gründung einer Korbball-Abteilung beantragte, geschah dies mit der Absicht, auch der weiblichen Jugend Gelegenheit zu sportlicher Betätigung zu geben. Niemand ahnte damals, dass diese Sportart sich zum Glanzstück und Aushängeschild des Sportvereins Blauweiß entwickeln würde. Denn das erste Training fand unter äußerst ungünstigen Bedingungen im alten Schulsaal statt. Erst später konnte man die Schulturnhalle in Schonungen, die vereinseigenen Korbballfelder und ab den 90er-Jahren auch das Sportheim benutzen. 1979 nahmen bereits eine Jugend- und eine Schülermannschaft an der Hallenrunde teil, eine Mini-Mannschaft spielte außer Konkurrenz. Seitdem spielen regelmäßig sieben Mannschaften bei den Verbandsspielen mit, und dies mit ausgezeichneten Erfolgen, was eine lange Liste von bislang 40 errungenen Meisterschaften belegt. Alleine in den letzten 10 Jahren konnten 14 Titel (davon 8 im Jugendbereich und 6 im Frauenbereich) gewonnen werden.
Abteilungsleiter waren: 1979 - 1982 Renate Meth, 1982 - 1987 Roland Stühler, 1987 - 1995 Manfred Sockel, 1995 - 1997 Katharina Lösch, seit 1997
Anja Suhl
Seit 1991 konnte sich die Frauenmannschaft immer in der A-Klasse halten und unter der Leitung von Katharina Lösch gelang 1994 der Sprung in die Bezirksliga und 1996 stieg die Mannschaft mit Frank Dittmar als Trainer sogar in die höchste bayerische Spielklasse, die Landesliga, auf. In der Landesliga konnte sich die Mannschaft 4 Jahre halten und spielte dann mit kurzer Unterbrechung bis 2006 in der Bezirksliga mit.
Im Jugendbereich hat sich die gute Zusammenarbeit mit dem SV Reichmannshausen fortgesetzt und jede Saison können 3-4 Jugendmannschaften gemeldet werden. Die in diesen Altersklassen errungenen Meisterschaften haben dazu beigetragen, dass die Sportlerinnen mit viel Freude und Eifer dabei sind.
Bei den alljährlichen Großgemeinde-Turnieren in Schonungen gewannen die Frauen den Pokal bisher 3mal (1998, 2001 und 2006), die Jugend 18- 5mal (1995, 1998, 2000, 2001 und 2002), die Jugend 14- 2mal (1998, 2002) und die Jugend 10-Mannschaft 3mal (2001, 2006 und 2007).
In der laufenden Hallenrunde sind 7 aktive Teams gemeldet, in denen derzeit 51 Spielerinnen, überwiegend aus Löffelsterz und Reichmannshausen, aktiv sind. Wie auch im Fußballbereich sind in den Jugendaltersklassen teilweise Spielergemeinschaften mit den Nachbarorten Abersfeld und Marktsteinach gebildet worden.
Das Gemeinschaftsbewusstsein der Frauenmannschaft wird seit ca. 10 Jahren durch alljährliche Wochenendausflüge z. B. ins Fichtelgebirge oder in den Frankenwald und in den letzten 3 Jahren zusätzlich durch Skiwochenenden gestärkt.
Die Gymnastik-Abteilung des SV Löffelsterz
Der Bau des Sportheims ermöglichte es erst, Gymnastik für alle anzubieten. Seit Mai 1990 nützen auch Kinder und Senioren diese Möglichkeit. Besondere Verdienste hat sich hierin die unermüdliche Leiterin und Ideengeberin Christa Proksch erworben, die die verschiedenen Gruppen mit einigen Helferinnen bis heute noch führt.
Der Höhepunkt der 50-Jahrfeier 1997 war ein großer Country-Gymnastiktreff für Senioren- und Frauengymnastikgruppen. Auf dem Sportgelände waren Cowboys auf Pferden, 650 Frauen und Mädchen schwenkten Südstaaten-Fähnchen auf dem Rasen. Auf einem wunderschön geschmückten Westernwagen führte die Löffelsterzer Gruppe ihr Programm vor, begleitet von fetziger Country-Musik. Neben dem Mitmach-Programm wurden Tänze der Senioren, der Frauengymnastikgruppe und ein Trampolinspringen der Kinder und Jugendlichen geboten. Die über 600 Gymnastik-Frauen erlebten in Löffelsterz bei herrlichem Wetter einen gut vorbereiteten Treff mit annähernd 1000 Zuschauern.
Im Laufe der Jahre hat sich auch die Gymnastik unserer schnelllebigen Zeit angepasst. Die Trainer sind stets gefordert, den Trend zu immer neuen Bewegungsformen mitzuhalten nach dem Schema „Aerobic ist out, Pilates ist in“ oder „Ein Rad sieht zwar gut aus, aber ein Bogengang ist cooler“. So werden im gesamten Gymnastikbereich neben den bewährten Übungen auch Trendsetter mit einbezogen.
Das Training der Seniorengruppe (ca. 10 Teilnehmer) erfuhr in den letzten Jahren eine deutliche Leistungssteigerung. Die Frauengruppe (ca. 20 Aktive) könnte „jüngeren Nachwuchs“ sehr gut vertragen. Die Kinder- und Jugendgruppen sind zahlreich besucht. Auch in diesen Übungsstunden sind die Anforderungen, aber auch die Erwartungen der Kids deutlich höher als noch vor 10 Jahren.
Eine wichtige Aufgabe für die Zukunft ist die Ausbildung junger, engagierter Übungsleiter, um den Erhalt aller Gymnastikgruppen zu sichern. Auch neue Ideen tun diesem gesunden Sport sehr gut.
Das Vereinsleben des SV Löffelsterz
Das Angebot des SV Blauweiß Löffelsterz erstreckt sich nicht nur auf sportliche Aktivitäten; der Verein bietet ein ganze Reihe von kulturellen und gesellschaftlichen Veranstaltungen an.
1. Die Faschingssitzungen:
Als der Sportverein 1961 erstmals in der Faschingszeit Kappenabende mit eingestreuten Büttenreden abhielt, ahnte noch niemand, dass dies der Anfang von Faschingssitzungen sein würde, die im Jahr 2007 zum 45. Male ununterbrochen stattfanden. Unter dem Motto „Der höchste Rat von der Gemee tagt auf der Löffelsterzer Höh´“ bieten fast ausschließlich junge Löffelsterzer Eigengewächse Humorvolles, Nachdenkliches und Musikalisches auf erstaunlich hohem Niveau. So ist es auch logisch, dass man sich dem Fastnachtsverband Franken (FVF) angeschlossen hat.
2. Alljährliche Feiern und Festivitäten:
Der Rosenmontagsball im Februar, das Starkbierfest im März, die Sonnwendfeier im Juni, das Sommerfest im Juli, der Federweißenabend im Oktober, die traditionelle Kirchweih mit Tanz und die Adventsfeier im Dezember sind Angebote der verschiedensten Art, um das Gemeinschaftsbewusstsein der Vereinsmitglieder und der Bevölkerung zu stärken. Seit 2006 werden Spielabende am ersten Freitag jeden Monats angeboten, die jedoch noch nicht die gewünschte Resonanz erzielt haben. Der „Mutter-Kind-Treff“ im Sportheim gibt jungen Müttern seit 1999 Gelegenheit, sich zum außerhäuslichen Gedankenaustausch und zwanglosem Beisammensein einzufinden.
3. Zeltlager, Wanderungen, Fahrten:
Großer Beliebtheit erfreuen sich seit 1979 die Schüler-Zeltlager des Sportvereins. Mit verschiedenen Schülereltern als Betreuer und Helfer erfahren die Kinder unsere nähere Heimat, üben Gemeinschaftssinn und lernen positives Umweltverhalten. Zeltplätze der letzten 10 Jahre waren Nassach, Irmelshausen, Rappertshausen, Fitzendorf, Euerbach, Großviechtach und Pottenstein. Leiter waren Sonja und Edgar Beck (1992 1998), Harald Heurich und Uwe Beck (1999 2002). Seit 2002 sind es Anja und Ansgar Suhl.
Seit 2001 findet alljährlich eine Winterwanderung statt, die von unseren erfahrenen Förstern bzw. Jägern geführt wird. Mehrtagesfahrten und Tagesausflüge haben leider Selten-heitswert bekommen, denn sie brachten vor allem Abwechslung und Freude in das Vereinsleben.
Schlusswort:
Der Sportverein „Blauweiß“ Löffelsterz ist mit seinen Mitgliedern (über zwei Drittel der Einwohner von Löffelsterz!) eine starke Kraft im Gemeindeleben. Er ist sich seiner vielfältigen Aufgaben in der heutigen Zeit bewußt und bemüht sich, die Vereinsstruktur den Erfordernissen der Zeit anzupassen. Die Vorstandschaft bedankt sich bei allen, die dem Verein bis heute die Treue gehalten, ihn finanziell und materiell unterstützt und ihm durch ihr uneigennütziges Engagement gedient haben. Der Verein hofft auf ein langes Fortbestehen und setzt dabei auf bereitwillige und tatkräftige jüngere Generationen.
Als wesentlicher Träger des sportlichen und kulturellen Lebens kann er die Zukunft nur meistern, wenn sich alle seine Mitglieder ihrer Mitverantwortung bewußt sind. Körperliche und geistige Betätigung müssen sich ergänzen.
„Mens sana in corpore sano“ (d.h. „Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“) ist auch heute noch gültig und wahr.